22. Arbeitsmarktstatistik für die USA


Hinweis:
  • Details sind nicht so sehr von Interesse;
  • Es sollen im wesentlichen nur die
    • Komplexität realer Untersuchungen
    • und auftretende Schwierigkeiten
  • verdeutlicht werden.

Stichprobenplan des "Current Population Survey"


2007 PSU [Stadt, Kreis] Primary Sampling Units

gruppiert in 792 (Strata / Schichten)
792 PSU werden mit Wahrscheinlichkeitsverfahren gewählt (proportional zur Bevölkerungszahl)
"einige" Ultimate Sampling Units (USU) werden mit Wahrscheinlichkeitsverfahren gewählt (im wesentlichen so, dass die Chance für jede Einzelperson gleich ist, so dass alle 51 Staaten mit etwas gleicher Genauigkeit abgedeckt werden)
Auf jeder Stufe gibt es Ausnahmen!

Durchführung:
  • ca. 66.000 housing units
  • ca. 54.000 können befragt werden
  • insgesamt 110.000 Personen

Abgrenzungsproblem:
Wer ist
  • arbeitslos?
  • arbeitssuchend?
  • beschäftigt?

Aufschlüsselungsproblem: Kriterien?
z.B. marital status, race, age and sex

Ziel: Reduzierung des Zufallsfehlers
Methode: im wesentlichen "nachträgliche Schichtung" (ratio estimation)

Berechnung der Standardfehler

Es handelt sich um eine Klumpenstichprobe. Daher würden die Formeln für einfache Zufallsstichproben zu einer Unterschätzung führen.

Ausweg: "Halbierungsmethode" (half-sample-method)
Resultat: Der "current population survey" ist ziemlich gut.
Klumpung verschlechtert, Gewichtung verbessert --> gegenüber einfacher Zufallsauswahl

Bemerkung: Keinen Ausweg gibt es für "Bequemlichkeitsstichproben" (samples of convenience). Hier hilft auch die Halbierungsmethode nicht weiter.

Zusatzbemerkungen:
BIAS (systematischer Fehler) lässt sich nur sehr schwer (und niemals aus den Daten allein) abschätzen. Könnte größer als der Zufallsfehler sein.

Datenqualität: Ein Mikrozensus mit hoher Qualität kann besser sein als ein Makrozensus mit niedriger Qualität.